OPER

SOMA

Oper von Christof Dienz
Libretto von Zine Tornquist

Oper Dienz

Premiere: 25. November 2016, 20:00 Uhr
Aufführungen: 26. / 27. / 30. November 2016, 20.00 Uhr

Eine Produktion des sirene Operntheaters
https://www.sirene.at

MUSIKALISCHE LEITUNG
François-Pierre Descamps
INSZENIERUNG
Zine Tornquist
AUSSTATTUNG
Cornelius Burkert, Markus Kuscher
LICHT UND TECHNIK
Edgar Aichinger
STUDIENLEITUNG
Benjamin McQuade, Petra Giacalone
MIT
Romana Amerling, Anna Clare Hauf, Maida Karisik, Astghik Khanamiryan, Georg Klimbacher, Clemens Kölbl, Johann Leutgeb, Markus Miesenberger, Selina Nowak, Nicholas Spanos
ORCHESTER
ensemble sirene

INHALT
Die ersten Patienten dieses Tages in der Notfallsambulanz sind das Paar Maria und Josef Winter. Doch eine Dame drängt sich vor. Die Aufzählung ihrer Symptome lässt den Oberarzt sofort die Hypochonderin erkennen, er übergibt sie zur Behandlung an den unerfahrenen und überforderten Turnusarzt. Die ehrgeizige Kollegin Dr. Bandura redet ihm ein, eine teure Computertomographie der Patientin zu machen – denn die Forscherin braucht bestimmte Aufnahmen für ihre Studie. Sie nützt die Gelegenheit und legt sich selbst und einen dritten Patienten auch noch in die Röhre.

Auf einem CT-Bild ist ein Tumor zu sehen, die anderen zeigen unauffällige, gesunde Gehirne. Im Gegensatz zum Turnusarzt, der sich fürchtet, die schlechte Nachricht zu überbringen, ist die Forscherin entzückt, denn es scheint sich genau um die Tumorart zu handeln, die sie erforscht. Sie übernimmt die unangenehme Aufgabe, die Patientin aufzuklären. Kaffeepause, die Tür zum Bereitschaftsraum wird geschlossen. Die Ärzte schimpfen über die Patienten. Und im Warteraum schimpfen die Patienten über die Ärzte, die sich nicht genug Zeit nehmen. Nach der Pause muss der Ehemann der leidenden Patientin eingestehen, dass seine Frau nicht versichert ist. Triumphierend verweist die Schwester ihn wieder auf den Warteplatz.

Bei der Vorbereitung zur Überweisung für die Tumorpatientin entdeckt der Turnusarzt den Fehler: die beiden CT-Bilder der Patientin und seiner Kollegin sind vertauscht – der Tumor ist im Kopf der Ärztin. Der nächste Patient wird ins Untersuchungszimmer hereingerufen – doch keiner kommt. Im Wartezimmer hat inzwischen Frau Winter unter tatkräftiger Hilfe anderer Notfallpatienten ihr Kind geboren. Weder das Leben noch der Tod lassen sich aufhalten.

Der Standard:
…Dienz hat das Werk ja atmosphärisch unverkrampft bunt angelegt:
Sein stilistischer Horizont reicht weit über die Konventionen der klassischen Moderne hinaus…
(Ljubisa Tosic)

(K)EINE ALPENSAGE

Eine Klanggeschichte zum Mitmachen für Kinder und Erwachsene

K-eine-Alpensaga

Die kleine Annie wächst in den Bergen auf und bekommt von ihrer Großmutter das Lied der Perchta vorgesungen. Die Perchta, heißt es darin, wandert nachts mit den verlorenen Kindern über die Berge und durch den Wald. Allerdings hat kein Mensch sie je gesehen. Neugierig geworden, macht Annie sich auf die Suche nach der Frau Perchta und den verlorenen Kindern. Gemeinsam mit den Musikerinnen und Musikern entdeckt sie im Wasser, in der Luft, im Holz und in den Steinen die akustische Welt der Berge.

Empfohlen ab 6 Jahren
Dauer: ca. 50 Minuten

Eine CoProduktion der Jeunesse und der Philharmonie Luxembourg
In Zusammenarbeit mit dem Wiener Konzerthaus

Anna Clare Hauf: Gesang, Schauspiel
Petra Stump-Linshalm: Klarinette
Heinz-Peter Linshalm: (Bass-)Klarinette, Maultrommel, Perkussion, Schauspiel
Christof Dienz: Zither, Fagott
Ela Baumann: Regie, Libretto
Agnes Hasun: Kostüme, Ausstattung
Christof Dienz: Musik

UA Konzerthaus Wien 2016

DAS GESPRÄCH DER HUNDE

Kammeroper von Christof Dienz
Text: Kristine Tornquist nach Leo Perutz
Urauführung am 17. Juli 2009 Wien, Expedithalle der Brotfabrik, sirene Operntheater Wien
[ 9 Opern in 9 Wochen ]

Das sirene Operntheater bringt mit dem Festival „Nachts von 22. Mai bis 18. Juli einen Roman auf die Bühne. 9 Wiener Komponisten vertonen in 9 Episoden Leo Perutz´ Roman „Nachts unter der Steinernen Brücke. In nur einer Woche werden die einstündigen Kammeropern spontan und leichtfüssig in der grossen denkmalgeschützten Expedithalle der Brotfabrik in Szene gesetzt.

Leo Perutz versammelt in seinem Roman Mythen aus der Geschichte seiner Geburtsstadt Prag und eröffnet so einen Gedankenraum zwischen Realität und Fiktion. Seine Erzählungen verzichten darauf, die dokumentierten Wirklichkeiten der Geschichte bei ihren Namen und Zahlen zu nennen, der Autor folgt vielmehr seiner eigenen Mythomanie und hält kollektive Geschichten der Vorstellung und Erinnerung fest, die unzerstörbar sind und unendlich fortgesetzt werden können, über alle harten historischen Fakten hinaus.

Kaiser Rudolf II. treibt die Geschichten dieses Romans mit seiner Sammelleidenschaft voran und so wird seine Wunderkammer zu einem wiederkehrenden Bezugspunkt. An jedem Premierenabend einer Wunderkammer-Oper wird daher auch eine „Ausstellung eröffnet. Gezeigt werden neun verschiedene Sammlungen, die Künstlerinnen, Künstler und, nicht zufällig, auch eine Historikerin angelegt haben und fortführen.

Die gesammelten Dinge bilden ein kreatives Archiv, einen Schauplatz der Obsessionen und wollen dabei doch auch historische Ordnungen schaffen. Die ausgestellten Sammlungen geben dabei Weltbilder wieder und eröffnen Einblicke in kreative Prozesse. Sie sind individueller Ausdruck jeder Berührung mit der Gesellschaft, stellen den Anschluß zwischen individueller Projektion, aufgeklärter Welterfassung und modernen Konsumwelten her.

Dirigent: Francois-Pierre Descamps
Regie: Kristine Tornquist
Bühne: Jakob Scheid
Kostüme: Markus Kuscher
Licht: Edgar Aichinger
Puppen und Hundetraining: Nikolaus Habjan

Berl Landfahrer: Bernhard Landauer
Wächter1: Gottfried Falkenstein
Wächter2: Günther Strahlegger
Pudel: Bernd Lambauer
Hund: Richard Helm

Ensemble_online:
Violoncello. Roland Schueler
Klarinetten. Bernhard Zachhuber
Trompete. Lorenz Raab
Horn. Christoph Walder
Posaune. Franz Geroldinger
Kontrabass. Matthias Pichler
Schlagwerk. Willi Schultz
E-Gitarre. Peter Rom

DIE VERTAUSCHTEN KÖPFE

Operelle

UA am 31.10.2004 am Tiroler Landestheater in Innsbruck Musik: Christof Dienz

  • Text. Radek Knapp Musikalische Leitung. Dorian Keilhack
  • Regie. Kristine Tornquist
  • Bühne. Walter Vogelweider
  • Kostüm. Julia Libiseller
  • Sopran. Renate Fankhauser
  • Alt. Shauna Elkin
  • Tenor. Dan Chamandy
  • Bass. Michael Wagner
  • Schauspiel. Klaus Rohrmoser
  • Tiroler Ensemble für Neue Musik

eine Koproduktion von sirene Operntheater Wien und Tiroler Landestheater

PRESSE

Kurier:
Viel mehr als nur Miniaturen
Die Vorgaben waren klar; das Ergebnis überzeugt: Sieben Autoren sollten Kurztexte schreiben, sieben Komponisten wurden vom „sireneOperntheater“ (bei vorgegebenem Personal und Instrumentarium) zur Vertonung der Libretti eingeladen. Das Resultat: „Sieben Operellen“, wie sie stilistisch nicht unterschiedlicher sein könnten in einer vorbildlichen, geistreichen Inszenierung von Kristine Tornquist. Noch zweimal (19., 20.11.) ist diese Koproduktion mit dem Tiroler Landestheater im Jugendstiltheater auf der Baumgartner Höhe zu sehen. Ein Mann, eine Frau, ein Zwerg, ein Dieb sowie der französicshe Schriftsteller und Philosoph Voltaire sind die Figuren aller surrealen Miniaturen, denen Walter Vogelweider auf der Bühgne einen aufklappbaren Kubus als stimmige Heimat verordnet. Das kompositorische und interpretatorische Niveau ist hoch. Herrlich vor allem: Kurt Schwertsiks „Schlaf der Gerechten“ (Text: Tornquist), Wolfram Wagner „Stretta“ (Friederike Mayröcker) oder „Die vertauschten Köpfe“ (Radek Knapp) von Christof Dienz. Sehr fein!

Kleine Zeitung:
Radek Knapp und der brillante Christof Dienz liefern mit „Die vertauschten Köpfe“ ein hintergründiges Werk zwischen Operette und Rap.

Soundcloud

© 2017 Christof Dienz